5 gravierende Irrtümer

1.  „ICH werde doch kein Pflegefall“

Die Wahrheit:

Ob durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit, zum Pflegefall kann jeder werden- egal wie alt man ist. Auch Sie selbst kann es treffen!

2.  „ICH werde von meiner Familie gepflegt“

Die Wahrheit:

Im Kreise der eigenen Familie die Hilfe zu erfahren, die man braucht ist eine beruhigende Vorstellung. Aber ist das überhaupt möglich?

Neben der großen psychischen Belastung kostet Pflege vor allem Zeit und Geld. Über die Hälfte aller Pflegebedürftigen müssen mehr als fünf Stunden pro Tag umsorgt werden. Dabei steht die Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Verdienstausfall Ihrer Angehörigen. Hinzu kommen die Kosten für Lehrgänge und im schlimmsten Fall sogar für psychologische Unterstützung.

 

3.  „ICH werde ZUHAUSE gepflegt“

Die Wahrheit:

Niemand verlässt gern dauerhaft die vertraute Umgebung der eigenen vier Wände. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit bleibt aber oft keine andere Wahl.

Sei es der gesundheitliche Zustand, die zeitliche und finanzielle Belastung der Angehörigen oder die unzureichende Eignung der eigenen Wohnung zu Pflegezwecken – ein Drittel aller Pflegebedürftigen muss für durchschnittlich ca. 2.706 € monatlich in einem professionellen Pflegeheim untergebracht werden.

4.  „ICH kann mir meine Pflege leisten“

Die Wahrheit:

Ihr Haus, Ihr Auto, Ihr Erspartes. Ja, sogar das Einkommen Ihrer Familie ist gefährdet.

Denn das Sozialamt schreckt vor nichts zurück, um Ihre Pflegekosten zu decken. Warum das so ist, leuchtet ein. Schließlich entstehen für einen einzigen Pflegefall ungedeckte Kosten von bis zu 1.550 € monatlich.

In nur zwölf Jahren verschlingt Ihre Pflege dann schon mehr als 220.000 €!

5.  „ICH habe schon genügend vorgesorgt“

Die Wahrheit:

Über die Pflegepflichtversicherung ist zwar jeder für das Risiko der Pflegebedürftigkeit abgesichert, jedoch entgegen dem Glauben vieler Deutscher, bildet die gesetzliche Pflegeversorgung nur eine Grundabsicherung. Rund die Hälfte der Kosten müssen Sie trotz Pflegepflichtversicherung selber zahlen. Reichen Ihre Mittel dazu nicht aus, so sind Ihr Partner und Ihre Kinder gezwungen Ihre Rechung zu übernehmen.

Und die ist nicht gerade gering. Erst im Jahr 2009 bekräftigte der Bundesgerichtshof dieses Vorgehen, indem er einen 48 jährigen Mann zu mehr als 40.000 € Unterhaltszahlungen für seine Mutter verurteilte, obwohl er mit ihr seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

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